Wollen wir Impact?

Neulich, während unserer Buchprojekt-PO-Besprechung, fragte Jan in seiner Rolle als Scrum-Master: „Für wen ist denn euer Buch am Ende nützlich? Wer sind die Kunden oder Kundinnen? Welchen Impact wollt ihr haben? ‟

Obwohl wir diese Fragen durchaus schon diskutiert haben, war die erste Reaktion – nachdenkliches Schweigen. So ganz genau, zeigte sich, wissen wir es nicht.

Ich bin mir nicht mehr sicher, wie es kam, vielleicht habe ich mich irgendwie zuerst bewegt und damit das Spiel verloren, jedenfalls habe ich die Aufgabe bekommen – oder übernommen – zusammenzufassen, was wir uns überlegt haben, um daraus einen diskussionsfähigen Beitrag zu basteln.

Abgrenzung

Künstler*innen, so könnte man (überspitzt, vielleicht auch klischeehaft) sagen, machen sich keine Gedanken darum, wen sie mit ihren Schöpfungen adressieren. Gefragt, würde die Antwort vielleicht „Die Gesellschaft” lauten. Das Kunstwerk entsteht unbeeindruckt von solchem Kalkül, einfach aus einem kreativen Impuls heraus. Die Gesellschaft darf in der Auseinandersetzung mit dem Werk eigene Gedanken wiederfinden, nur viel schöner und treffender dargestellt oder formuliert, natürlich. Oder heftig dagegen rebellieren, weil ihr ein Spiegel vorgehalten wird, sich inspirieren oder trösten lassen, was auch immer. Dieweil lehnt sich Künstler*in zurück und schaut auf das Angerichtete, während die Kritik versucht, Sinn zu finden und dem breiten Publikum zu vermitteln.

Dies nur, um besonders kontrastreich darzustellen: Das wollen wir nicht!


Wir wollen Impact. Wir wollen Leser und Leserinnen, Kundinnen und Kunden adressieren, wir wollen Nutzen stiften.

Impact und Adressaten

Ausgangspunkt ist unsere Vision einer Verwaltung 2040. Diese haben wir schon vor einiger Zeit hier formuliert. Darauf aufbauend haben wir drei Gruppen von Adressaten herausgearbeitet:

#1

Erste Adressaten sind wir selbst, die das Buch schreiben. Diskussion und Austausch stiften Gemeinsinn. Durch die Selbstverpflichtung in Tandems oder Gruppen zu schreiben, fangen wir verschiedene Blickwinkel ein. Es entsteht eine Vernetzung, die auch nach außen wirkt.

#2

Wir wollen Menschen in Verwaltungen ansprechen, die spüren, dass Veränderung notwendig sind und die etwas tun wollen. Sie sollen durch unsere Arbeit ermutigt und dabei unterstützt werden, konkrete erste Schritte zu machen, ihr Umfeld zum Mitmachen zu motivieren, sich Freiräume für Experiment und Veränderung zu schaffen, Agilität zu wagen. Nicht nur einmal, sondern auf’s Neue, wenn die agilen Schmetterlinge davongeflogen sind. Sie sollen sehen, dass sie mit ihren Ideen nicht alleine sind, sondern dass des es Leute gibt, die man fragen und mit denen man sich verbinden kann.

#3

Wir wollen mit Menschen in den Dialog kommen, die über moderne Verwaltung nachdenken oder schon daran arbeiten. Ihnen wollen Anregungen geben und Feedback von ihnen erhalten. Unser Thema soll hier Flügel bekommen und den Dunstkreis der Verwaltung hinter sich lassen.

Eure Meinung ist gefragt

Jetzt seid ihr dran!
Was haltet ihr davon?
Entspricht das auch euren Vorstellungen oder hattet ihr ganz anderes im Sinn?



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